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Figma für UI/UX Design: Warum alle davon reden

Wer mit einer Agentur über ein Designprojekt spricht, hört früher oder später einen Namen: Figma. Das Programm hat sich in wenigen Jahren zum Standardwerkzeug für Gestaltung im Digitalbereich entwickelt – nicht wegen einer einzelnen Funktion, sondern weil es die Zusammenarbeit zwischen Kunden und Umsetzern grundlegend vereinfacht. Was hinter dem Tool steckt und was Sie als Auftraggeber wissen müssen, erklärt dieser Artikel.

Was Figma ist: Gestaltung im Browser

Figma ist ein Design-Werkzeug, das vollständig im Browser läuft – ohne Installation, ohne Lizenzschlüssel, ohne Versions-Chaos per E-Mail. Alle Beteiligten arbeiten auf derselben Arbeitsfläche: Gestalter entwerfen dort Oberflächen, Kunden schauen zu, kommentieren und geben frei. Das Programm deckt dabei den gesamten Weg ab – vom ersten Struktur-Entwurf über die ausgearbeitete Gestaltung bis zum klickbaren Modell.

Dass Figma den Markt so schnell erobert hat, liegt an einer einfachen Einsicht: Design ist keine Einzeldisziplin, sondern Abstimmungsarbeit. Und genau diese Abstimmung macht das Tool leichter als jedes Programm davor.

Zusammenarbeit ohne Software-Hürden

Der größte Vorteil für Auftraggeber: Sie brauchen nichts zu installieren. Ein Link genügt – und Sie sehen den aktuellen Entwurfsstand direkt im Browser. Von dort aus können Sie:

  • Kommentare setzen: Hinweise direkt an der Stelle anbringen, die gemeint ist – statt „oben rechts, das dritte Element" in einer E-Mail zu beschreiben.
  • Vergleiche ansehen: verschiedene Varianten nebeneinander betrachten und sich begründet entscheiden.
  • Freigaben erteilen: den abgestimmten Stand sichtbar markieren, damit niemand versehentlich mit einer älteren Version arbeitet.

Der klassische Hin-und-Versand von Dateien entfällt vollständig. Es gibt immer genau einen aktuellen Stand – und alle sehen denselben.

Vom Struktur-Entwurf zum klickbaren Modell in einem Werkzeug

Weil Figma alle Entwurfsstufen abdeckt, bleibt der gesamte Gestaltungsweg an einem Ort: Zuerst entstehen die groben Struktur-Entwürfe, über die der Aufbau abgestimmt wird. Darauf aufbauend folgt die ausgearbeitete Gestaltung mit Farben, Schriften und Komponenten. Und am Ende können dieselben Ansichten zu einem durchklickbaren Modell verbunden werden, das den späteren Ablauf simuliert – als Grundlage für Tests und Entscheidungen.

Diese Durchgängigkeit spart Übergabeverluste: Nichts muss zwischen Programmen hin- und hergetragen werden, nichts geht beim Übersetzen verloren. Die einzelnen Schritte – Struktur-Entwürfe und klickbare Modelle – erklären unsere Grundlagenbeiträge zu Wireframes und Prototypen.

Übergabe an die Entwicklung

Auch der letzte Schritt läuft über das gleiche Werkzeug: Entwickler greifen direkt auf die fertigen Entwürfe zu und sehen dort Abstände, Größen, Farben und Bausteine, die sie für die Umsetzung brauchen. Rückfragen wie „Wie groß ist der Abstand hier genau?" oder „Welche Schriftgröße ist das?" entfallen weitgehend – die Informationen stehen im Entwurf bereit.

Für komplexe Projekte lohnt zusätzlich eine Bausteine-Bibliothek: wiederkehrende Elemente werden einmal definiert und überall wiederverwendet. Das hält die Gestaltung konsistent und macht spätere Erweiterungen schneller – ein Prinzip, das auch unser Überblick zum UI/UX-Design beschreibt.

Was Sie als Auftraggeber wissen müssen

Aus Auftraggebersicht sind vor allem vier Punkte relevant:

  • Sie brauchen kein eigenes Konto für die Zusammenarbeit. Über einen Freigabe-Link können Sie ansehen und kommentieren. Ein eigenes Konto ist nur nötig, wenn Sie selbst Änderungen vornehmen wollen.
  • Die Kostenstruktur liegt bei der Agentur. Die Arbeitslizenzen trägt die umsetzende Seite; für die reine Teilnahme als Kunde fallen keine Werkzeugkosten an.
  • Der Zugriff bleibt erhalten. Auch nach Projektende können Sie die freigegebenen Entwürfe einsehen – klären Sie vorab, in welcher Form die Ergebnisse übergeben werden.
  • Kommentieren ist ausdrücklich erwünscht. Je konkreter Ihr Feedback direkt im Entwurf, desto weniger Interpretationsspielraum entsteht – und desto weniger Rückfragen braucht es.

Häufige Fragen

Brauche ich als Kunde ein Figma-Konto?

Für das reine Betrachten und Kommentieren nicht – ein Freigabe-Link im Browser genügt. Ein eigenes Konto brauchen Sie erst, wenn Sie selbst im Entwurf arbeiten oder eigene Dateien verwalten möchten.

Ist Figma kostenlos?

Das Tool bietet eine kostenlose Einstiegsebene; professionelle Funktionen sind kostenpflichtig. Für Auftraggeber relevant ist das in der Regel nicht: Die Arbeitslizenzen liegen bei der Agentur, die Teilnahme über Freigabe-Links ist kostenfrei.

Kann ich selbst Änderungen machen?

Technisch ja, wenn Ihnen Bearbeitungsrechte eingeräumt werden. Sinnvoll ist das aber nur für kleine Korrekturen wie Textanpassungen – gestalterische Änderungen gehören in die Hände der Umsetzer, sonst geht die Konsistenz verloren.

Was bekomme ich am Ende übergeben?

Üblich sind der Zugang zu den finalen Entwürfen – inklusive aller Bausteine und Anmerkungen – sowie die für die Umsetzung relevanten Informationen. Klären Sie den Übergabeumfang vor Projektbeginn: Je klarer die Vereinbarung, desto weniger Unklarheiten am Ende.